5 Tipps, mit denen Sie NICHT besser verkaufen

 

  1. Bilden Sie sich weiter und lesen Sie regelmäßig Tipps.
    Bullshit! Meine Empfehlung: Trauen Sie keinen Tipps, die Sie nicht selbst erfunden haben. Die meisten Tipps sind zusammengeklaute verallgemeinerte Aussagen ohne konkreten Nutzen: Machen Sie mehr Akquise weil dann mehr in den Trichter kommt, machen Sie weniger Akquise weil Sie mehr Zeit für die Kunden haben, machen Sie gar keine Akquise und nutzen Sie das Internet oder umgekehrt. Wertlos, weil im konkreten Fall vielleicht gerade die falsche Empfehlung gegeben wird. Tipps helfen Ihnen nicht, jedenfalls nicht, wenn der Tippgeber weder Sie persönlich noch Ihre Branche kennt.
  2. Besuchen Sie die Trainings der besten und bekanntesten Verkaufstrainer!
    Dem halte ich entgegen: Trau keinem Trainer, der nur sich selbst verkauft. Und die vermeintlich „großen“, „besten“ und „bekanntesten“ machen seit Jahren nichts anderes. Trainer sind wie Berater, haben nur ein erhöhtes Mitteilungsbedürfnis. Was kennzeichnet Berater? Sie kennen 100 Methoden, um eine Frau glücklich zu machen, aber keine einzige Frau. Ok, nicht alle sind so – aber ob Berater oder Trainer: Suchen Sie sich die aus, die mit echten Menschen und ihrer Sache zu tun haben – und nicht die, die nur beraten oder trainieren. Gute Trainer gibt es; je mehr diese allerdings von sich selbst überzeugt sind, desto kritischer sollten Sie werden.
  3. Tragen Sie die passende Kleidung!
    Ein bisschen besser als der Kunde und der fühlt sich minderwertig, ein bisschen schlechter als der Kunde und der fühlt sich überlegen. Tipps zur Kleidung passen so wenig wie die Kleidung, die sie empfehlen: Daher vergessen Sie Regeln und Vorgaben und seien Sie schlichtweg authentisch, nicht nur aber auch in Ihrer Kleidung. Wenn Sie die falsche Kleidung tragen, merken Sie das selbst, Sie müssen sich selbst und Ihrer inneren Stimme nur richtig zuhören.
  4. Ihre Einstellung: Seien Sie begeistert, überzeugt, fleißig, freundlich, offen, nett und natürlich zuvorkommend und interessiert. Der Kunde ist schließlich König und Sie sollten so gut wie möglich seinen Erwartungen entsprechen. Dieser Tipp (oft in x Tipps verteilt) zwingt Sie dazu, sich anders zu verhalten, als Sie sich fühlen. Was glauben Sie, denkt und fühlt Ihr Kunde? Wenn Sie von Ihren Produkten nicht begeistert und motiviert sind, wechseln Sie das Produkt oder Unternehmen. Wenn Ihnen der Umgang mit Menschen keinen Spaß macht, wechseln Sie den Beruf. Aber seien Sie nicht jemand anderes, als der, der Sie sind. Das hilft am meisten.
  5. Lassen Sie sich nicht anmerken, dass Sie verkaufen wollen. Das riecht der Kunde sofort.
    Dieser Tipp (oft auch in anderer Formulierung) ist wohl der schlechteste, den man Ihnen geben kann. Wenn der Kunde etwas riecht, dann Unehrlichkeit. Dass Sie als Verkäufer verkaufen, ist klar, und wenn Sie das auch unmissverständlich zugeben und ansprechen, dann ist zumindest eines sichergestellt: Der Kunde kann Ihnen in dieser Hinsicht vertrauen und wird es in anderen Dingen wahrscheinlich auch. Hören Sie in allem, was Sie tun, auf Ihre innere Stimme und folgen Sie dieser – das ist meistens der beste Tippgeber, den es gibt.

Produkt- und Imagevideos: Fünf Gründe, warum sie auf Deiner Webseite nicht fehlen dürfen

Bisher hieß es: Wer nicht im Internet ist, ist nicht sichtbar. Heute heißt es zusätzlich: Wer nicht auf Videos setzt,  wird immer weniger bis nicht beachtet.

Filme und Videos liegen voll im Trend

Filme und Videos liegen voll im Trend

Videos liegen voll im Trend und bedienen längst nicht nur die Lesefaulheit vieler User. Mit Videos kann sich jeder schnell und ohne Aufwand informieren. Die multimediale Präsentation liefert Informationen wesentlich kompakter und emotionaler, als dies durch Text möglich ist. Plattformen wie Amazon, Zalando oder Ebay haben das schon lange erkannt und bestücken ihre Produkte und insbesondere auch die Hilfeseiten mit immer mehr Handlungsanleitungen oder Produktvideos. Onlinezeitungen veröffentlichen Kurzvideos mit den aktuellen Nachrichten und in nahezu jeder TV-, Print- oder Display-Werbung ist ein Link oder QR-Code für eine Website mit eingebettetem Video zu finden.

Vielleicht denkst Du, dass erfolgreiches Video Marketing den großen Unternehmen mit großen Marketingbudgets vorbehalten ist? Aus diesem Grund scheuen gerade Einzel- und Kleinunternehmer den vermeintlich hohen Aufwand, sich in Bild und Ton zu präsentieren. Sie wollen entweder die Investition nicht wagen, sind sich inhaltlich und technisch nicht sicher oder haben schlichtweg Hemmungen, vor der Kamera zu stehen. Wie wichtig aber Videos zur Selbst- und Produktpräsentation für Aufmerksamkeitsgewinnung, Vertrauensaufbau und Kundenbindung ist und wie einfach die Erstellung und der Einbau sein kann, zeige ich Dir in diesem Beitrag.

Videos erhöhen die Aufmerksamkeit

Laut einer Microsoft-Studie sehen sich 90% der Internetuser Videos an. 96% der Online Shopper finden Produktvideos hilfreich und kaufen beinahe dreimal so häufig wie diejenigen, die sich keine Videos ansehen.

Videos erhöhen die Aufmerksamkeit

Videos erhöhen die Aufmerksamkeit

Die Zahlen belegen mehr als deutlich, dass Videos einen sehr hohen Beitrag dazu leisten, Vertrauen bei Kunden zu schaffen und die Bereitschaft steigern, tatsächlich zu kaufen. Bild und Ton sind ein hervorragendes Mittel für das erste Kennenlernen, für die Präsentation eines Unternehmens, seiner Mitarbeiter und natürlich der Produkte. Videos hebeln die natürliche Hemmung vor dem Unbekannten bei den Konsumenten aus. Je besser Dein Video ist und je besser die Kundenansprache ist, mit desto weniger Ablehnung reagiert Dein Kunde auf “Werbung”, die dann als solche nicht mehr wahrgenommen wird. Generell gilt: Je komplizierter oder unbekannter eine Sache ist, desto höher ist der Nutzen von Videos, denn Videos sind perfekt, um dem Betrachter erklärungsbedürftige Produkte oder Dienstleistungen näher zu bringen.

Videos verkürzen den Vertrauensaufbau

Nehmen wir mal ein Beispiel aus unserem Konzept Hybridverkauf:

Du hast ein kleines Unternehmen und bietest Dienstleistungen, die Du nicht über das Internet sondern nur über den persönlichen Kontakt vertreibst. Nach einer gewissen Zeit wird es Dir wie den meisten gehen: die bisherige (Neu-)Kundenakquise über Telefonmarketing, Anzeigenschaltung und Mund-zu-Mund-Propaganda ist mühselig und weitgehend ausgereizt. Mit dem Einsatz von Videos hast Du die Möglichkeit, Dich ganz anders und viel intensiver bekannt zu machen und zudem den Vertrauensaufbau abzukürzen. Für fast zwei Drittel der der User ist eine ausführliche und gute Information vor einem möglichen Kauf ein wichtiges Kriterium bei der Wahl eines Anbieters.

Nehmen wir dazu mal das Imagevideo der Weinhändlerin Ilse Bodner, die durch ihre Natürlichkeit besticht:

Videos minimieren die Abwanderung und erhöhen die Konversionsrate

Es ist allgemein bekannt, dass sich die Qualität der Kundenansprache auf Webseiten entscheidend auf die Verweildauer der Besucher und auf deren mentale Interaktion auswirkt. Bei ansprechenden und interaktiven Webseiten springen die Besucher deutlich weniger ab, als bei langweiligen Standardseiten oder einfachen Web-Visitenkarten.

Wenn sich Kunden schon im Vorfeld umfangreich über einen Anbieter oder ein Produkt informieren können, haben sie ein besseres Gefühl, überzeugen sich selbst und treffen bessere Kaufentscheidungen. Davon kannst Du profitieren. Durch Image- und Produktvideos sinkt nachweislich die Absprungrate, die Konversionsrate steigt im Gegenzug.

Bist Du clever, baust Du in Deinen Videos eine direkte Ansprache ein. Damit gibst Du dem Zuschauer eine konkrete Aufforderung, jetzt eine bestimmte Handlung auszuführen. Das kann die Eintragung in Deine Newsletterliste sein, das klicken auf einen Link mit weiteren Informationen oder das Ausfüllen beispielsweise einer Umfrage oder eines Antwortformulars. Damit sammelst Du erstens echte und wichtige Kundenadresse und sparst zweitens damit enorm viel Zeit beim Finden Deiner Zielgruppe.

Videos sind der Turbo im Suchmaschinen Ranking

Ilse Bodner Videos ganz oben im Suchmaschinen-Ranking

Ilse Bodner Videos ganz oben im Suchmaschinen-Ranking

Nichts ist schlimmer, als dass die eigene Webseite in der Google Suche die hinteren Ränge belegt. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass lediglich die ersten 10 Suchergebnisse wirklich wahrgenommen werden und der Rest schlichtweg hinten runter fällt. Google ist der mächtigste Global Player in Sachen Suchmaschinen und gibt deshalb die Kriterien vor, anhand derer eine Website gelistet und gerankt wird. Diesen Kriterien muss sich jeder unterwerfen, ob man will oder nicht. Nicht umsonst gibt es eine schier endlose Reihe von Unternehmen, die sich auf die Optimierung von Internetseiten für Suchmaschinen spezialisiert haben.

Aussagekräftige und einzigartige Texte nebst Bildern mit genauer Beschriftung gehören inzwischen zum Standard. Seit geraumer Zeit geben jedoch Videos einen immensen Ausschlag dafür, ob und wo Dich Google platziert. Da sich alle anderen Suchmaschinen an Google orientieren, erhalten Videos inzwischen überall eine größere Relevanz als reiner Text mit Bild und werden als Vorschau in den Ergebnislisten der Suchmaschinen abgebildet. Dadurch erhalten Webseiten mit eingebetteten Videos mehr Besucher und durch optimierte Page-Rankings auch höhere Klick-Raten.

Videos müssen nicht teuer produziert werden

Videos müssen heute nicht mehr teuer produziert werden. Hochglanzvideos sind weitgehend out, es sei denn es handelt sich um preisintensive Produkte. Es gibt zahlreiche Beispiele dafür, dass auch ganz einfach Videos viral durchs Netz gehen, weil sie natürlich, einfach, verständlich und oft mit einem Augenzwinkern gemacht worden sind.

Hier ein Beispiel von Weber Cooks, das nicht brilliant und dann doch wieder ganz hervorragend ist. Daran erinnert sich jeder!

Heute hast Du drei Möglichkeiten um an Videos für Deine Website zu kommen: vorhandene Videos aus Plattformen wie YouTube oder Vimeo einbetten, eigene Videos drehen, Marken- und Herstellervideos nutzen. Es gibt eine Reihe von Produktvideoplattformen, über die Du nach der Anmeldung auf Tausende Videos von namenhaften Herstellern zugreifen kannst. Schwierige Themen wie schnelles Video-Hosting, Rechtemanagement und format-optimierte Ausspielung auf mobile Endgeräte sind so bereits abgedeckt.

Um im Ranking der Suchmaschinen weiter nach oben zu steigen und Deine Sichtbarkeit zu erhöhen, solltest Du neben fertigen Videos auf Eigenproduktionen setzen. Damit machst Du Dich einzigartig, der Zuschauer bekommt einen Eindruck von Dir und, wie oben schon erwähnt, überspringst Du einige Hürden beim Vertrauensaufbau und kannst damit für Dich und Dein Angebot werben.

Videos sind das am schnellsten wachsende Medium im Internet

Videos sind das am schnellsten wachsende Medium im Internet

Nicht jeder hat das Geld für eine professionelle Videoproduktion durch eine Agentur. Wenn man neu auf dem Markt ist oder der Umsatz keine großen Investitionen erlaubt, kannst Du auch mit einfachen Mitteln Videos produzieren. In Sachen Kamera ist alles möglich, was eine ausreichende Bild- und Tonqualität erlaubt. Wenn Du keine digitale Systemkamera hast, gibt es auch schon Smartphones oder auch Action-Cams, die ganz passable Filme erlauben. Alles, was Du sonst noch für eine eigene Videoproduktion brauchst, ist ein Konzept über das, was Du sagen möchtest, Licht, ggf. ein Mikrophon und eine Videoschnittsoftware.

Videos sind das am schnellsten wachsende Medium im Internet. Der Grund ist einfach: Videos sind unterhaltsam, sie informieren, erklären und überzeugen Deinen Kunden von Dir, Deiner Leistung und Deinen Angeboten. Hast Du noch keine Videos, dann lege los, filme selber, lass Dich filmen und binde Deine Filme in Deine Website ein.

Viel Erfolg!

 

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Warum Kunden kaufen – 8 Gründe für eine Kaufentscheidung

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Klinkenputzer oder Verkaufskönig?

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Salesburger katapultieren Dich in den Verkaufshimmel

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Verkaufstraining für Geschäftskunden und das „Du“

Wie passt das denn zusammen? Da biete ich ein Verkaufstraining an, das sich an Geschäftskunden richtet.
Gleichzeitig ist die Seite in „Du“-Form verfasst.

Ist das kein Widerspruch? Sollte man auf einer solchen Seite die Besucher nicht per „Sie“ ansprechen?

Die Frage habe ich mir auch gestellt und beantwortet. Meine Antwort war die falsche, wie sich herausgestellt hat.

Unter denen, die meinen Newsletter abonniert oder an einem meiner Trainings teilgenommen hatten, haben sich in einer Umfrage 92% für das „Du“ ausgesprochen.

Und der Grund ist klar: In einem Training geht es um Zusammenarbeit. Um Nähe. „Sie“ sorgt für Abstand (der manchmal auch gewollt ist).

Aber: Das letzte, was wir im Training gebrauchen können, ist Abstand. Deshalb, und weil 92% meiner Teilnehmer und Abonnenten der gleichen Meinung sind, sind wir per „Du“.

In diesem Sinne: Sei herzlich willkommen auf meiner Homepage und in meinem Training. Ich hoffe, dass Dich das „Du“ gleich zu Beginn nicht stört.

Ich heiße Ralf und bin gerne Dein Trainer, wenn Du das auch willst.

Was tun gegen Umsatzrückgang?

Ein Umsatzrückgang ist immer eine unangenehme Situation. Schuldige werden gesucht und der Druck und Stress, vor allem für den Vertrieb, nimmt zu.

Anders wenn der Umsatz steigt: Dann findet man in den meisten Fällen sofort Erklärungen: Es war eben ein gutes Jahr. Die Stimmung war gut, die Konjunktur steigend, es war einfach ausreichend Nachfrage vorhanden.

Auch das Produktmanagement weiß sofort, worauf der gute Umsatz zurückzuführen ist: Man hat einfach auf das richtige Pferd gesetzt, die passenden Entscheidungen getroffen, die richtigen Produkte eingeführt, gute Qualität geliefert. Jeder hat ein Stück zum Kuchen beigetragen.

Doch was ist, wenn der Umsatz zurückgeht? Welche Erklärungen gibt es für einen Umsatzrückgang?

Wenn der Absatz klemmt, finden sich nicht so schnell Bereitwillige, die die Verantwortung dafür übernehmen wollen. Dafür hat man schnell einen gefunden, der ganz eindeutig dafür verantwortlich ist: Der Vertrieb – sprich: Berater, Verkäuferinnen und Verkäufer. Wer sollte auch sonst schuld sein? Schließlich sind die doch für den Umsatz verantwortlich…

Welche Ursachen gibt es für Umsatzrückgang?

Die allgemeinste und unverbindlichste Erklärung ist natürlich eine rückläufige Nachfrage.

Gemeint ist damit, dass weniger Kunden -aus welchen Gründen auch immer- die Produkte nachfragen. Kein Wunder also, dass der Umsatz zurück geht – oder?

Weitere „Allgemeinplätze“ können sein:

  • Der Branche geht es allgemein schlecht
  • Die Konjunktur ist rückläufig
  • Es gibt neue, übermächtige Mitbewerber mit hohem Marketingbudget
  • Die eigene Werbung ist schlecht

Ein Umsatzrückgang hat aber eine sich selbst verstärkende Wirkung: Oft wird als Schuldiger der Vertrieb identifiziert. Denn äußere Umstände sind u.U. nicht gut oder erst später zu erkennen. Was direkt auffällt, ist, dass die Verkaufsmannschaft nicht mehr richtig zieht.

Trotz Krisen und Problemen gibt es aber immer Unternehmen, die scheinbar mühelos „oben schwimmen“. Also liegt die Vermutung, dass der Vertrieb schuld ist, sehr nahe.

Die Folgen der Schuldzuweisung

Wenn in einem Unternehmen damit begonnen wird, die „Schuld“ zu suchen und dann die Verkäufer dafür verantwortlich gemacht werden, dann entfaltet sich eine Negativspirale: Wenn man jemandem sagt, dass er „schlecht“ ist oder schlechter geworden ist, dann hat das eine demotivierende Wirkung und führt zu Unsicherheit und Druck.

Unsicherheit spüren Kunden sofort. Das Problem dabei ist, dass die Kunden selbst unsicher werden, d.h. ihre Kaufentscheidungen zurückstellen oder ganz unterlassen. Der Umsatz geht noch mehr zurück.

Auch Druck erkennt ein Kunde und reagiert mit Forderungen nach mehr Preisnachlässen. Wenn der Verkäufer verkaufen muss, dann hat der Kunde plötzlich Zeit – und schiebt Entscheidungen, und sei es aus taktischen Gründen. Oder die Kunden beginnen, Preise zu drücken und Zugeständnisse zu fordern. Dieses Verhalten, gibt man ihm nach, schlägt sich auf die Marge nieder und die Gewinnsituation leidet. Nicht zuletzt gehen auch die Provisionen der Vertriebler zurück.

Wie kann ich als Verkäufer/-in einem Umsatzrückgang entgegentreten?

Wenn Du im Vertrieb und damit für den Umsatz verantwortlich bist, hilft Dir  folgende Checkliste:

  • Befreie Dich von negativen Gedanken und der Angst
    Angst hat etwas Gutes, denn sie treibt uns an, motiviert uns, eine Änderung anzugehen. Insofern ist Angst ein natürliches, sinnvolles und hilfreiches Instrument unseres Gehirns, Aktion auszulösen.
    Wegen der ungewissen Zukunft in der Angst zu verharren, hilft Dir allerdings gar nicht. Ganz im Gegenteil: Sie verstärkt nur negative Gedanken, die sich dann auf Deine Phsyiologie (Körperhaltung, Mimik, Wohlbefinden, Gestik, Dein ganzes Erscheinungsbild) auswirken.
    Nimm also die Angst vor der Zukunft als Motivator, neue Wege zu gehen, etwas anderes auszuprobieren. Akzeptiere sie als Ansporn, als Dein persönlichster Coach und Antreiber, aber lasse Dich nicht von ihr steuern, sondern überlege bewusst, warum sie da ist und was Du tun kannst, um die angstauslösende Situation zu überwinden.
  • Akzeptiere keine pauschalen Schuldzuweisungen
    Schuldzuweisungen haben meist nichts mit Dir zu tun, sondern mit dem, der seine eigene Verantwortung an Dich abdrücken will. Wenn Du die Zuweisung nicht „ablehnen“ kannst (z.B. weil Dein Chef Dir was an den Kopf wirft), dann belasse es zumindest emotional dort, wo es hingehört: Bei dem unausgewogenen, pauschal urteilenden Menschen, der Dir versucht, seine eigenen Schuldgefühle überzustülpen. Konstruktive Kritik ist willkommen (und die solltest Du auch prüfen, wenn sie Substanz hat), pauschale und ungerechte Schuldzuweisungen aber nicht.
  • Untersuche sachlich die Gründe und Ursachen für Absagen oder Zurückhaltung
    Gerade bei längeren Verhandlungen mit vielleicht mehreren Gesprächen solltest Du, wenn Du nach dem 7-Stufen-Prinzip verkauft hast, genug Vertrauen aufgebaut haben, um nach dem ehrlichen Grund der Absage zu fragen. Kein Mensch will wissen, warum er schlecht ist – allzu gerne übergehen wir die Gründe, warum wir einen Auftrag nicht gewonnen haben oder nicht zum bevorzugten Geschäftspartner geworden sind. Aber gerade darin liegt das Verbesserungspotenzial: Nimmt Dir also die letzten Absagen, packe Deinen ganzen Mut dazu un rufe die Ansprechpartner an. Dein Gegenüber ist Dir aufgrund Deiner Bemühungen etwas schuldig – mindestens eine ehrliche Antwort.
    Analysiere die Gründe, und prüfe, ob Du daran etwas ändern kannst. In vielen Fällen, in denen ich Absagen bekommen habe, war gar nicht die „Sache“ schuld, sondern die Tatsache, dass ich das Anliegen meiner Gesprächspartner nicht getroffen habe. Wenn Du Clubmitglied bist, schau Dir Lektion 3 und 4 noch einmal an: Es kommt darauf an, dass Du den wahren Grund, das wahre Motiv Deines Gesprächspartners ergründest, und nicht nur das „Primäre Interesse“, also das, was Dir Dein Gegenüber als erstes gesagt hat. Warum hast Du das DKM nicht getroffen? Vermutlich liegt es an Stufe 3!
  • Führe eine detaillierte Statistik über Deine Akquise und deren Erfolg
    Dieser Punkt ist besonders wichtig. Oft macht man anfangs viel Akquise, erhält entsprechend Termine und ist dann damit beschäftigt, diese Kontakte abzuarbeiten und zu „pflegen“. Wenn Du keine Statistiken führst, merkst Du nicht, ob Dir Akquise fehlt oder Deine Erfolgsquote (Abschlüsse pro Kontakt) nachlässt. Daher ist es wichtig, Dich selbst laufend zu „überwachen“, um zu erkennen, wo die aktuelle Schwäche ihre Ursache hat. Das beste Mittel dazu ist eine Statistik. Am einfachsten geht das mit den Vorlagen, die Du im Clubbereich erhältst. Aber auch eine einfache Tabelle, gegliedert nach Kalenderwochen, mit den Spalten „Anzahl Erstkontakte, Anzahl Termine, Anzahl Abschlüsse“ und den Prozentwerten dazu, verdeutlicht, wo die Ursache des Umsatzrückgangs liegt. Fange dort an, an frühere Erfolge anzuknüpfen.
  • Systematisiere Deine Aufgaben
    Heute dies, morgen das – ist eine sinnvolle Gliederung. Bündele Aufgaben, z.B. die Telefonakquise, und führe diese am Stück durch. Dadurch wirst Du wesentlich effizienter, und die Abarbeitung fällt Dir zunehmend leichter. Also besser einen Tag lang telefonieren, und Besprechungstermine, Pressemitteilungen, Social Media etc. auf andere Tage (!) legen. Dann sind die Ablenkungsquellen aus dem Blickfeld, zu konzentrierst Dich besser auf Deine Aufgaben und fängst damit an, bei der „Serienproduktion“ Spaß zu haben – probiere es aus, es funktioniert!
  • Disqualifiziere präziser und konsequenter Deine Interessenten und konzentriere Dich auf die aussichtsreichen Deiner Kontakte (dazu mehr im nächsten Abschnitt). Erst wenn die erfolgversprechendsten nicht kaufen, kannst Du die „2. Reihe“ versorgen.

Der letzte, aber oftmals falsche Weg ist es, einfach „mehr“ zu machen. Mehr Kundentermine, mehr Akquiseanrufe, mehr Angebote. Grundsätzlich gilt natürlich: Mehr rein führt tendenziell zu mehr raus. Aber solche vermeintlichen Leistungssteigerungen führen oft auch dazu, dass die Qualität darunter leidet und die Abschlussquote zurück geht – sprich: Deine Effizienz sinkt.

Wenn Du Dir die Punkte oben durchgelesen hast – fällt Dir etwas auf?

Denke einen Moment darüber nach. Du kommst sicher drauf!

Erfahre mehr, in dem Du an meinem kostenfreien Webinar "Das perfekte Verkaufsgespräch" teilnimmst (hier klicken). Oder melde Dich direkt für das Verkaufstraining an - und starte heute damit, wesentlich effektiver an Geschäftskunden zu verkaufen.  

Kunden disqualifizieren bei Umsatzrückgang?

Wenn Du Deinen Vertrieb gut strukturiert hast, kannst Du einen ungewöhnlichen Weg wagen: Disqualifiziere mehr Pseudo-Interessenten und konzentriere Dich stattdessen auf die erfolgsversprechendsten Interessenten.

Dadurch hast Du Zeit für diejenigen, die später kaufen, und verlierst Dich nicht in Aktionismus.

Im Verkaufstraining „Souverän verkaufen“ lernst Du, wie Du Interessenten von Interessierten unterscheidest, wie Du Dich auf die echten Leads konzentrierst und diese souverän überzeugst – statt den Falschen endlos nachzulaufen.

Ich wünsche Dir dabei viel Erfolg – und freue mich, Dich -wenn Du möchtest- im Training zu begrüßen.

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Du oder Sie – Umfrageergebnis

Du oder Sie – Umfrageergebnis

You can say you to me… ein Spruch, der sich über die „Sie“ Form im nicht-englischen Raum lustig macht. Dabei ist es auch in England oder USA durchaus üblich, eine formellere Ansprache zu verwenden, wenn man Respekt ausdrücken möchte. Auch wenn das „Du“ vom „Sie“ im Englischen nicht unterschieden wird, so macht es einen Unterschied, ob man jemanden als „Mr. Smith“ oder als „Tom“ anspricht. Kennt man den Nachnamen der Person nicht, so wird ein „Sir“ oder „Madam“ beispielsweise an Grußformeln angehängt. „Good morning Sir“.

Eine Entscheidung mit Tragweite…

Auch auf dieser Webseite stelle ich mir die Frage, ob ich eher „Du“ oder „Sie“ als Ansprache wählen soll. Zu Beginn dieses Angebotes habe ich mich für die „Sie“ Form entschieden. Nicht zuletzt, weil mir dies auch von Beratern und Außenstehenden so empfohlen wurde. Die formellere Ansprache schien die geeignetere zu sein und die Seriosität zu unterstreichen. Soweit die Theorie.

Aber um wen geht es eigentlich? Letztlich sollen sich doch diejenigen wohlfühlen, die dieses Angebot, z.B. ein Verkaufstraining, nutzen möchten. Es soll eine Verbindung hergestellt werden, eine Offenheit. Wäre dann doch das „Du“ geeigneter?

Du oder Sie – wie findet man die beste Entscheidung?

Kurzum: Die beste Möglichkeit, das herauszufinden, war es, meine Teilnehmer, die Empfänger meines Verkaufsletters, aber auch Besucher meiner Präsenzen in Xing, LinkedIn und Facebook zu fragen.

Ich erstellte also eine Umfrage – und hatte nach wenigen Tagen bereits ein aussagekräftiges und interessantes Ergebnis.

Keine „Hippo“ Entscheidung (highest paid person’s opinion), sondern eine Entscheidung, die denen gerecht wird, die es betrifft: Euch.

Das Ergebnis habe ich in einem kurzen Video zusammengefasst, da es einiger Erklärung bedarf. Wie bekommst Du das Video? Einfach hier anfordern:

Hinweis: Dies ist keine Newsletter-Registrierung. Wenn Du meinen Newsletter beziehen möchtest, dann bitte rechts in der Seitenleiste separat registrieren. Ich sende Dir mit dieser Eintragung hier NUR das Ergebnis der Umfrage!

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